Warum Handwerker & Dienstleister Google Maps mehr brauchen als Instagram
Das Problem mit Social Media im Handwerk
Ein schön gefliestes Bad auf Instagram sieht toll aus. Aber mal ehrlich: Wenn bei Ihnen zuhause das Rohr bricht oder die Heizung ausfällt – scrollen Sie dann durch Instagram und suchen nach #Klempner? Nein. Sie googeln.
Social Media ist gut für Branding ("Bekanntheit"). Google ist gut für Intent ("Kaufabsicht").
High Intent vs. Low Intent
Instagram / Facebook
- Nutzer will unterhalten werden
- "Stöbert" nur
- Kaufwahrscheinlichkeit: Niedrig
- Wirkung: Langfristiger Markenaufbau
Google Suche / Maps
- Nutzer hat ein AKUTES Problem
- Sucht aktiv nach Lösung
- Kaufwahrscheinlichkeit: Extrem hoch
- Wirkung: Sofortige Aufträge
Warum das "Local Pack" Ihre Goldgrube ist
Für Handwerker ist das Local Pack (die Karte mit 3 Ergebnissen ganz oben) wichtiger als die eigene Website. Kunden entscheiden oft direkt anhand der Sterne und der Entfernung, wen sie anrufen. Der Klick geht oft direkt auf den "Anrufen"-Button, ohne die Website überhaupt zu besuchen (sogenannte "Zero-Click Searches").
Checkliste für Dienstleister: So dominieren Sie lokal
Die meisten Ihrer Konkurrenten haben nur ein halbherziges Profil. Nutzen Sie das!
1. Einzugsgebiet definieren (Service Area Business)
Wenn Sie kein Ladenlokal haben, wo Kunden hinkommen, sondern zum Kunden fahren (wie Schlüsseldienste oder Installateure), müssen Sie Ihr Profil als "Service Area Business" einrichten. Definieren Sie genau, in welchen Stadtteilen Sie tätig sind. Das verhindert Anfragen aus Gebieten, die Sie nicht bedienen wollen.
2. Der 24h Notdienst-Faktor
Wenn Sie einen Notdienst anbieten, TRAGEN SIE IHN EIN! Es gibt kaum ein stärkeres Argument nachts um 3 Uhr als "Geöffnet". Achten Sie aber darauf, dass dann auch wirklich jemand ans Telefon geht.
3. Fotos von echten Projekten
Verzichten Sie auf Stockfotos von lächelnden Handwerkern in sauberen Overalls. Kunden wollen echte Arbeit sehen. Ein Foto von einem frisch verlegten Boden, einer reparierten Heizung oder einem Vorher-Nachher-Vergleich schafft massives Vertrauen.
4. Vertrauenssignale nutzen
Sind Sie Meisterbetrieb? Mitglied der Innung? Haben Sie TÜV-Zertifikate? Erwähnen Sie das prominent in Ihrer Unternehmensbeschreibung und laden Sie Logos als Fotos hoch. Im Handwerk ist Vertrauen die härteste Währung.
Fazit: Investieren Sie Ihre Zeit dort, wo die Kunden mit dem Geldbeutel in der Hand stehen. Das ist Google, nicht TikTok.
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